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Zusammenfassung Jakobsweg Teil eins

Letztes Jahr im Oktober bin ich von Benediktbeuern im Alpenvorland zu Fuß losgelaufen um mich auf den Jakobsweg zu machen.
Ich hatte damals lange überlegt ob ich den „typischen“ Jakobsweg in Spanien von Pamplona nach Santiago gehe. Dann hätte ich aber mit dem Zug erst mal nach Spanien fahren müssen.

Meine Heimat ist aber das schöne Benediktbeuern am Fuße der Benediktenwand. Dort bin ich aufgewachsen und dort sind auch meine Wurzeln. Es gibt dort ein Kloster, welches seit Jahrhunderten ein zentraler Ausgangspunkt für Reisende weiter nach Süden ist. Schließlich ist Benediktbeuern quasi die letzte Station, bevor es tiefer in die Alpen weitergeht.

Da liegt es nicht fern, das auch einer der Jakobswege über Benediktbeuern führt.
Es handelt sich hierbei um den Jakobsweg „Isar-Loisach-Leutascher Ache-Inn“ welcher in Schäftlarn an den Münchner Jakobsweg anschließt und über das Kloster Beuerberg, Kloster Benediktbeuern, Walchensee und Karwendel zum Tiroler Jakobsweg führt.

Warum also nicht direkt zu Hause starten, wie es eigentlich auch der allerursprünglichste Weg ist. Schließlich heißt es „der Jakobsweg führt von Deiner Haustüre nach Santiago di Compostella“.

Ich habe den Weg damals nicht online dokumentiert, sondern in einem Tagebuch das ich dabei hatte. Außerdem habe ich damals bewusst auf digitale Technik im weiteren Sinn verzichtet und habe sogar meine 5D daheim gelassen. Statt der 5D habe ich eine alte Rollei 35 von meinem Dad und drei Diafilme mitgenommen. Irgendwann werde ich die Bilder noch in einem separaten Beitrag online stellen und ein wenig mehr dazu erzählen.
Ich wollte den Weg völlig offline gehen. Ok, ganz offline wars nicht, ich hatte ein altes Siemens Handy dabei um wenigstens für etwaige Notfälle und Buchungsanfragen gerüstet zu sein. Allerdings war es eigentlich die meiste Zeit ausgeschaltet und ich habe es lediglich zur Reservierung von Unterkünften genutzt. Man könnte das natürlich schon noch auf die Spitze treiben und sich wirklich drauf einlassen das man vor Ort schon was findet. Sollte eigentlich schon funktionieren… 😉


Jakobsweg Teil zwei

Heute geht es weiter. Ich mache mich wieder auf den Weg um an meiner letzten Etappe vom letzten Jahr wieder anzuschließen. Dazu muss ich aber erst mal nach Brienz in der Schweiz.

Mein Plan ist im Moment mit Roy, welchen ich über Blablacar kontaktiert habe nach Wintherthur zuu fahren. Dort werde ich voraussichtlich bei Gina, welche ich über Couchsurfing angeschrieben habe übernachten. Dann sehen wir mal weiter.

Ich werde versuchen von unterwegs aus abundzu einiges hier online zu stellen. Mal sehen wie es funktioniert. Es wird auf jeden Fall diese mal keine High-End-Fotos geben, da ich meine 5D nicht mitnehme, sondern lediglich meine kleine Lumix und das Iphone.

So, nun gehts aber weiter ich hab also meine Sachen wieder gepackt:

Vorbereitung für den zweiten Teil meines Jakobswegs

Vorbereitung für den zweiten Teil meines Jakobswegs

Folgend eine Packliste als Empfehlung für euren Jakobsweg:

Klamotten/Ausrüstung:

  • Leichte Wanderhose, am besten als ZIP-Hose damit kann man sie auch kurz machen
  • 2x leichtes Multifunktions T-shirt
  • 2x leichtes Multifunktions Longsleeve
  • Goretex Regen-/Windjacke, muss gar nicht mal gefütter sein, denn dazu kann man sich andere Sachen drunterziehen
  • Soft-Shell, perfekt zum drunter ziehen
  • Leichte Regenhose, kann über die ZIP Hose drüber gezogen werden oder dient im Notfall auch komplett als Ersatz
  • 2x Unterhosen, jeweils abwechselnd waschen
  • 2x Wandersocken, jeweils abwechselnd waschen
  • Mütze
  • Schaal (es hört sich blöd an, aber ich nehme einen Seidenschaal mit, der ist extrem leicht und sehr warm)
  • Leichte Handschuhe

Weitere Ausrüstung

  • Wanderschuhe (müssen nicht die schweren Bergstiefel sein, auf den meisten Wegen tun es Trekkingschuhe auch. Bei schwierigeren Passagen muss man halt ein wenig vorsichtiger sein.. die brasilianischen Tourguides gehen auch mit FlipFlops in den Dschungel 😉 )
  • Flip-Flops
  • Sonnenbrille
  • Hülle für Sonnenbrille
  • Hut
  • Stirnlampe
  • Brusttasche
  • evtl. Geldgürtel
  • Rucksackpariser (also so eine Regenschutzhülle)
  • Hüttenschlafsack
  • Biwaksack
  • evtl. leichte Isomatte
  • Trinkflasche
  • Brotzeitdose
  • Fleecehandtuch
  • Taschenmesser
  • evtl. Reisetasse
  • evtl. Reisebesteck
  • Pilgerstock (je nach Vorliebe aus Holz vom Wegrand oder Teleskopstöcke)
  • Jakobusmuschel, Jakobuspin

Klamotten wie Mütze, Schaal und Handschuhe sind für herbstliche Jahreszeiten in Mitteleuropa durchaus zu empfehlen. In Spanien ist das vielleicht nicht unbedingt notwendig. Kommt eben immer auch auf die Jahreszeit an.

Ein dicker Schlafsack und ein Zelt ist in der Regel nicht notwendig. Außer man reist in wirklich kalten Regionen oder zu sehr kalter Jahreszeit. Das kommt in jedem Fall dann auf die persönlichen Reiseplanungen und Vorlieben an.

Nützliches

  • Filmdose mit Gummis und Nähzeug
  • Filmdose mit Sicherheitsnadeln
  • Zündholzschachtel mit Oropax
  • kleines Stück Schnur
  • eine Rolle Klopapier, verpackt in einem Plastikbeutel,  alternativ Tempos
  • kleine Schere
  • zwei kleine PE Beutel

Literatur/Schreibzeug/Ausweiße

  • Pilgerführer
  • Pilgerausweiß
  • Personalausweiß/Reisepass
  • DAV Ausweiß
  • Jugendherbergsausweiß
  • EC-Karte
  • Kreditkarte
  • Bahncard
  • evtl. Führerschein
  • evt. Drivenow Kundenkarte
  • Sprachführer
  • Tagebuch
  • Bleistift
  • Kugelschreiber
  • Radiergummi
  • Spitzer

Medizinische Versorgung

  • Blasenpflaster, groß & klein
  • Handelsübliches normale Pflaster (Hansamed)
  • Hansaplast (kann auch als Klebeband dienen)
  • Jod-Antiseptikium
  • Kleine Tube Voltaren (günstiger Ersatz ist z.B. Diclofenac von Ratiopharm)
  • Hirschtalgcreme (um die Füße einzucremen und vor Blasen durch Reibung zu schützen)
  • Aspirin
  • evtl. Kondome
  • Persönliche Medikamente

Für die Kulturtasche

  • kleine Kulturtasche
  • Zahnbürste
  • Zahnpasta
  • Sonnencreme
  • Labello
  • Mini-Duschgel (gibts im Drogeriemarkt) oder einfach eine Seife
  • Rei in der Tube (gibts als Miniversion im Drogeriemarkt)

So, und zu guter letzt noch ein Hinweis, welcher leider heutzutage notwendig ist. Die vorgestellte Liste ist lediglich eine Auflistung meiner persönlichen Empfehlung. Fehler und Irrtümer sind nicht auszuschließen. Ihr seid selbst für eure Packliste und eure Reise verantwortlich. Ich gebe jegliche Verantwortung für eine etwaige „Richtigkeit“ oder „Vollständigkeit“ dieser Packliste ab.